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    Start

    Projekt Zen

     

     


      Einleitung & Danksagung

      Der Grundrahmen

      Front, Boden & Deckel

       Rückwand & Innenraum

       Die Seitenteile

      Die Wasserkühlung

      Letzte Details & Impressionen

       Daten & Fakten

     


    Einleitung & Danksagung:

    Wie der Name Zen schon andeutet haben wir uns bei diesem Casecon am traditionellen japanischen Shoji Stil erprobt und ein Case ganz aus Holz und Papier entworfen.

    Zum einen sollte sich das fertige Gehäuse eignen um Standard PC Hardware inkl. einer kompakten Wasserkühlung darin unterzubringen, zum anderen sollte das äußere möglichst wenig an ein Computergehäuse im herkömmlichen Sinne erinnern.

    Unser Besonderer Dank gilt bei diesem Projekt

    Asrock für das Mainboard

    Seagate für die Festplatte

     


     

    Der Grundrahmen

    Nachdem wir einige Skizzen gemacht hatten, sägten wir als erstes einige Holzleisten (40x40mm) in der passenden Länge (4x42 cm 2x35cm) für die Front bzw. die Rückwand zu. Die 42cm langen Leisten wurden anschließend eingespannt und mit Hilfe von Hobel und Oberfräse mit einer nach innen gewölbten Oberfläche versehen.

    Nachdem die Grundpfeiler für das Gehäuse somit vorbereitet waren, begannen wir auch direkt damit die oberen Querbalken mit passenden Aussparungen für Verbindungszapfen zu versehen.

    Dafür wurden einige viereckige Vertiefungen in die Querträger eingearbeitet in denen später die Eckpfeiler befestigt wurden.
    Nachdem die Vertiefungen vorbereitet waren zeichneten wir uns auf den Eckpfeilern passende Zapfen auf und sägten diese mithilfe einer Japansäge aus. Nachdem dann sowohl Eckpfeiler als auch Querträger passend vorbereitet waren, wurden alle Einzelteile in einander gesteckt und direkt miteinander verleimt.



    Als nächstes sägten wir dann einige Holzleisten zu die für die Verbindung von Front und Rückwand  sorgen sollten. Diese wurden nachdem der Leim getrocknet war mit der selben Technik an Front und Rückwand befestigt, so das ein erstes Rohgerüst entstanden war auf das wir weiter aufbauen konnten.

     

     


    Front,Deckel & Boden

    Für die Front des Gehäuses hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon einige Entwürfe angefertigt um verschiedene Muster auszuprobieren, nachdem wir uns dann auf dieses als Endgültiges Muster für das Zen Case geeinigt hatten, fingen wir auch direkt damit an einen Grundrahmen aus 5mm Holzleisten zu zuschneiden. Dieser Grundrahmen wurde im inneren der Front befestigt und dient als Träger für das Muster der Front.

    Für das Muster der Front sägten wir zuerst einige 5mm Holzleisten passend in der Länge zu, die dann anschließend mit Einkerbungen versehen wurden an den Stellen wo sich hinterher 2 Leisten überschneiden würden. Das gesamte Konstrukt wurde separat verleimt und anschließend nachdem es getrocknet war auf den Grundträger in der Front befestigt.













    Mithilfe der selben Technik wurden dann auch Deckel und Boden des Gehäuses gearbeitet.

    Nachdem dann Front, Deckel und Boden des Gehäuses soweit vorbereitet waren, begannen wir auch direkt damit alle Holzteile in einem dunkel braunem Holzton zu lackieren um so später einen schönen Kontrast zum Reispapier zu bieten.

    Die Lackierung wurde in diesem Falle mithilfe von Airbrush Techniken aufgebracht um so den Holzton und die vorhandene Maserung möglichst gut zur Geltung zu bringen.



    Da wir uns entschlossen hatten Reispapier wie beim traditionellem Shoji Bau zu verwenden schnitten wir uns als nächstes einige Streifen Reispapier passend für Front, Deckel und Boden zu begannen damit eine erste Schüssel Reisleim nach original Rezept herzustellen.

    Der Reisleim hat gegenüber normalen Klebstoffen den klaren Vorteil das er mit etwas warmen Wasser abgelöst werden kann um so einen leichten Austausch des Papiers zu ermöglichen sollte es dann doch einmal schmutzig werden.

    Nachdem der Lack dann ausgehärtet war, wurden die vorbereiteten Reispapierstreifen in Front,Deckel und Boden eingeklebt und alles zusammen zum Trocknen zur Seite gestellt.

     


     


    Rückwand & Innenraum

    In der Trockenphase des Reispapier sägten wir eine dünne Holzplatte passend zu damit sie in die Öffnung auf der Rückseite passen würde. Anschließend wurde die Platte dann direkt mit den beiden hinteren Grundpfeilern verbunden um so eine stabile Gehäuserückwand zu erhalten.



    Aus der Rückwand wurden dann einige Ausschnitte und Öffnungen für die Anschlüsse und Stecker von Mainboard, Graka und Netzteil heraus gesägt und alle Komponenten ein erstes Mal „angehalten“ um zu sehen ob auch alles so passen würde wie vorab geplant.

    Zusätzlich wurden dann noch einige Löcher in die Rückwand gebohrt die wir später noch für die Integration eines Lichtcontrollers benötigen würden.

    Nachdem zu sehen war das die Planung stimmt, sägten wir auch direkt eine Halterung für das Mainboard aus einer dünnen Holzplatte aus, lackierten diese und versahen sie mit passenden Bohrungen für die Befestigung des Mainboards. Die komplette Halterung wurde dann mithilfe von 2 Holzstreben (40x40mm) an der Rückwand befestigt um so eine stabile Unterkonstruktion für die Hardware zu bieten.



    Im Anschluss daran sägten wir einige kleine Holzplatten zu aus denen wir dann Laufwerkskäfige sowohl für DVD als auch HDD Laufwerke zusammen bauten. Die HDD Halterung bietet Platz für bis zu 4 Festplatten, wobei jede HDD einen eigenen Slot im HDD Käfig hat. Die einzelnen Slots wurden mithilfe von 5mm Holzleisten voneinander abgegrenzt auf denen die Laufwerke zum einen aufliegen und zum anderen einfach ein und ausgebaut werden können.

    Da in diesem Case nur ein DVD Kombi Laufwerk untergebracht werden sollte und wir somit nur Platz für ein 5,25 Zoll Laufwerk einplanen mussten, konnten wir das DVD Laufwerk hochkant auf dem HDD Käfig montieren. Danach wurden dann direkt alle Teile geairbrusht, damit sie den selben Look wie der Rest vom Gehäuse erhielten.

     

     


     

     

    Die Seitenteile


    Das linke Seitenteil

    Für das linke Seitenteil sägten wir als nächstes einige Holzleisten zu, die wir dann zu einem passendem Rahmen zusammen leimten. Nachdem dieser Rahmen dann getrocknet war, begannen wir auch direkt damit die einzelnen Dekor Elemente für das Seitenteil zu zuschneiden und anzubringen.

    Auf der Innenseite des Seitenteiles wurden dann diagonal versetzt 2 Metallplättchen befestigt die zusammen mit kleinen Magnetverschlüssen die im Caserahmen befestigt wurden das Seitenteil fest verschließen. Nachdem das Seitenteil ebenfalls braun lackiert war, konnten wir dann auch sofort Papier auf der Innenseite befestigen um dann mit dem Wechten Seitenteil beginnen zu können.



    Das Rechte Seitenteil

    Das Rechte Seitenteil sollte aus mehreren Einzelteilen bestehen und wie ein Raumteiler faltbar sein, so das im auf gefalteten Zustand ein ungehinderter Zugriff auf die Hardware möglich ist.

    Da wir beim Rechten Seitenteil jedoch ein „Blumenmuster“ umsetzen wollten stellten wir zuerst einige Rohelemente her aus denen dann mithilfe der Dekupiersäge die benötigten löcher und Ausschnitte gesägt wurden. Danach wurden dann alle 3 Einzelteile untereinander und am Caserahmen mithilfe von kurzen Stücken Scharnierband befestigt. Wie alle anderen Teile wurde dann auch dieses Seitenteil lackiert und mit Reispapier hinterlegt.








     


     



    Die Wasserkühlung

    Für die Wasserkühlung stellten wir als erstes einen kleinen viereckigen Ausgleichsbehälter aus Plexiglas her. Dafür sägten wir zuerst einige Plexiglasplatten zu aus denen wir später den Behälter zusammenkleben wollten. Die Einzelteile wurden nachdem sie grob zugeschnitten waren direkt nach bearbeitet und mit passenden Bohrungen für die Wakü Anschlüsse versehen.

    Nachdem der Ausgleichsbehälter dann verklebt und verschliffen war wurde er erstmal im 24h dauertest auf Dichtigkeit getestet und anschließend im vorderen Teil des Cases am Boden befestigt.

    Der CPU Kühler besteht insgesamt aus 4 einzelnen Schichten, die unterste Kupferschicht ist von einem alten Zern CPU Kühler (inkl. O-Ring) den wir noch herumliegen hatten. Dem alten CPU Kühler wurde schlichtweg der komplette Oberteil entfernt und gegen einen 3 lagigen  Plexiglas Eigenbau ersetzt.

    Die unterste Lage besteht aus rotem uv aktivem Plexiglas.....die komplette Platte wurde mithilfe der Dremel Mini Bohrer  mit kleinen Löchern perforiert um so einen möglichst guten Waterflow zu gewährleisten und möglichst wenig Fließwiderstand zu bieten. Darüber befindet  sich eine weitere dünne Schicht aus weißem uv undurchlässigem Plexiglas. Diese Schicht wurde mithilfe von Mini Bohrern und Fräsern mit dem negativ einer aufgehenden jap. Sonne versehen. Darüber befindet sich eine ca. 1.8 cm dicke klare Plexiplatte in die wir passende Anschlussgewinde für Wasserkühlungsanschlüsse hinein drehten. 

    Abschließend wurden alle 3 Plexiplatten mit Bohrungen passend zur Kupferplatte versehen und miteinander verklebt um so ein dichtes Oberteil für die Kupferplatte zu erhalten.





    Für den kleinen 120mm Radiator der im System zum Einsatz kommen sollte, wurde dann eine Halterung aus 4mm dickem Plexiglas ausgeschnitten und mithilfe des Heißluftföns in einen 90° Winkel gebogen. Der so entstandene Winkel wurde dann mit einer großen Aussparung für einen 120 mm Lüfter versehen und anschließend mit Blattgold verziert.

     


     


    Letzte Details & Impressionen

    Nachdem das Gehäuse nun im Grunde schon fast fertig gestellt war, entschlossen wir uns dann dafür noch einige zusätzliche Details wie z.b. japanische Schriftzeichen und ähnliches in das Design zu integrieren. 

    Da wir natürlich nicht nur sinnlos irgendwelche Schriftzeichen aufbringen wollten von denen wir nicht wussten was sie bedeuten suchten wir lange nach passenden Worten und ihren Übersetzungen und entschieden uns letztlich dafür das Wort „Formvollendet“ in japanischen Schriftzeichen aufzubringen. Dafür schnitten wir uns einige Papierschablonen zurecht die wir dann nutzten um Anlegemilch für Blattgold mittels Pinsel auf diverse Gehäuseteile aufzutragen. Die so vorbereiteten Schriftzeichen konnten dann nach einer kurzen Trockenpause mit 2,4 karätigem Blattgold belegt werden.







    Zusätzlich zu den Schriftzeichen entschlossen wir uns dann die Knöpfe für den auf der Rückseite integrierten Lichtcontroller ebenfalls mit Blattgold zu überziehen.

    Auf der Rückseite der Mainboardhalterung wurde dann noch ein Holzdrache angebracht der vorab mithilfe von Anlegemilch und Metal Flake Farbpigmenten passend verziert wurde.

    Für den CPU Kühler wurde dann auch noch eine neue Halteklammer angefertigt. Dafür nutzten wir 2 mm dickes Plexiglas auf das wir die groben Abmessungen einer Halteplatte übertrugen. Nachdem die Platte dann zugeschnitten und mit passenden Bohrungen für die Befestigung am Mainboard versehen war, wurde auch sie mit Blattgold verziert. Zusätzlich fanden dann noch einige rote 3mm Strass Steine ihren Platz auf der Klammer.




    Damit das DVD Laufwerk nicht als optischer Störfaktor in der Front des Gehäuses auffällt, entschieden wir uns noch dazu einen Stealth Mod am DVD Laufwerk durchzuführen. Dazu schnitten wir eine dünne Plexiglasplatte mit den Abmessungen der Original DVD Frontblende zu, bezogen diese mit Reispapier und befestigten das ganze am Schlitten des Laufwerks.

    Damit der Innenraum nicht ganz so unordentlich wirkt, wurden dann im letzten Schritt noch alle Kabel des Netzteiles mithilfe von UV aktiver PVC Schnur gerundet. (Farbe: Tageslicht silbern / UV Licht Blau)

     


     



    Daten & Fakten

    Bauzeit:    ca. 120 Stunden im Zeitraum von Januar bis April 2007
    Abmessungen:  47cm Tief, 48 cm Hoch, 35cm Breit
    verwendete Hardware:  Asrock Conroe1333 Sockel 775 Mainboardhalterung

       Intel Core2Duo @ 2,8 Ghz

       2 GB DDR2 667

       Seagate S-ATA HDD 400GB

       DVD

       Hydor L20

       Custom CPU Kühler + AGB

       120mm Radiator

    Sponsoren & Partner